Freitag, 17. Juni 2016

Erwachen


Erwachen

Noch schlummert der neue Tag
In den frühen Morgen
Es lichtet nur langsam und vag

Ein Schimmer am Himmelszelt
Es ist des Mondes Licht
Das noch luzid die Welt erhellt

Doch beim ersten Hahnenschrei
Erwacht die Nacht zum Tag
Noch schleicht dieser müd herbei

Es flüstert die Amsel ganz sacht
Dem Morgenlicht entgegen
Auf dass nun der neue Tag erwacht

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 13. Juni 2016

An den roten Mohn


An den roten Mohn

Oh roter Mohn
Du liebreizende Blume,
Ach wie liebe ich dich.
Als schenkst du tausend Küsse,
Wenn im sanften Wind
Dich leise wiegest.

Stumm winkst Du
Lächelnd mir entgegen,
Wenn ich am Feldrand steh.
Als würde meine Liebste winken,
Mit einem süssen Kuss
Von ihr zu mir.

Oh roter Mohn
Du liebreizende Blume,
So freue ich mich sehr.
Wenn ich an Dir vorüber zieh,
Und du im sanften Wind
Dich leise wiegest.

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 5. Juni 2016

Klatschmohn


Klatschmohn

…oder an die Liebe

Ein zarter Hauch von inniger Liebe
Verströmt er mit seinem Rot
Der Klatschmohn im weiten Feld

Des Windes Hauch begleitet ihn
Singt sinnliche Liebeslieder
In die Unendlichkeit des Seins

Still bewegt sind seine Gedanken
Von Liebe zu Liebe gedacht
Ein leiser Kuss für dich und mich

Als wär’s ein lieblich feiner Wink
Des Klatschmohns Blütenschein
Den lächelnd er uns entgegen bringt

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 10. April 2016

Eile


Eile

Hektisch erklingt die Eile
Verliert sich in weitem Raum

Wiederkehrend in Monotonie
Gleich der Zeiger einer Uhr

In Eile schreitet die Zeit voran
Hektisch ist ihre Ungeduld

Dessen Echo sich leise verwirft
In ein feinstes Klanggebilde

So wandelt sich Eile in Ruhe
In sich gekehrt und fern der Zeit

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 7. März 2016

An die Rose


An die Rose

Ein Lichtblick für Herz und Seele
Ist eine wunderschön leuchtende Rose.
Mit Tautropfen der Liebe benetzt
Glitzert und funkelt sie in die Welt.

Selbst in der Nacht leuchtet sie
Im Lichtermeer von Mond und Sterne.
Selbst dann wenn der Himmel
Mit Wolken bedeckt ist und weint.

Sollten einmal all die Lichter
Auf dieser Welt ausgelöscht sein
Und Herz und Seele schmerzen…

Ja! selbst dann erstrahlt diese Rose
Im Glanz meiner tränenden Augen.
Als ein hoffnungsvoller Lichtblick
Schenkt sie ein Lächeln im Dunkeln.

© Hans-Peter Zürcher

Mittwoch, 24. Februar 2016

Regentropfen


Regentropfen

Wenn Regentropfen leise tanzen
Beginnen die Blumen zu weinen

Ihre Tränen berühren unser Herz
Mit einem zarten Hauch von Freude

Erste Sonnenstrahlen spielen leise
Sie verleihen diesen Tränen Glanz

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 14. Februar 2016

An die Rose


An die Rose

Das Leuchten dieser Rose
sind Deine Augen
Die Zartheit dieser Rose
ist Dein Herz
Der Kern dieser Rose
ist Deine Liebe

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 7. Februar 2016

Abendruh


Abendruh

Wenn das letzte Schiff im Hafen ist
Und das Licht dem Schatten weicht

Wenn Schleier über Bergesflanken
Sanft sich legen dann geschwind

Wenn die Glocken sind verstummt
Und auch der Vögelein ihr Gesang

Wenn die lauen Wellen am Gestade
Plaudern und gurgeln in die Nacht

Wenn am steilen Berg die Tiere ruhn
Und der Mond wirft sein fahles Licht

Wenn die Fischlein leise Flüstern
Des Käuzlein Ruf im Wald verhallt

Dann wachen die Sterne über uns
Die Abendruh die kehrt nun ein

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 1. Februar 2016

Blütenschein


Blütenschein

Leiser Chorgesang der wandelt hin zu meinem Ich
In die stille Welten meines Seins
Als wär’s ein keuschduftender Blumenstrauß für sich

Milde Blütenpracht, vereint mit viel Liebe im Herzen
Zaubern einen milden Schein
Leuchtend sanft und hell, wie weiße große Kerzen

Kein noch so starkes Flackern und auch kein Windes Hauch
Mögen löschen dieses sanfte Licht
Es erstrahlt aus tiefstem Grunde, süß wie geweihter Rauch

Es schwebt durchs weite blaue Firmament ein feiner Duft
Als wär’s ein lieblich Blütenschein
Ein jubilierend heller Engelsgesang, der nach Liebe ruft

© Hans-Peter Zürcher

Donnerstag, 28. Januar 2016


Abend

Schnell welkt nun der Tag dahin
In stumpfem Glanz ganz leise
Schatten flackern lichtverloren
Die Amsel singt ihre Abendweise

Wind der hechelt in den Zweigen
Über längst vergangene Tage
Verirrte Sonne strahlt durchs Laub
Fern erhellt der Mond ganz wage

So stirbt dann auch der Abend hin
Verliert sich in die laue Nacht
Nur der Mond mit seinem Lichte
Über Menschen im schlafe wacht

© Hans-Peter Zürcher