Sonntag, 7. Februar 2016

Abendruh


Abendruh

Wenn das letzte Schiff im Hafen ist
Und das Licht dem Schatten weicht

Wenn Schleier über Bergesflanken
Sanft sich legen dann geschwind

Wenn die Glocken sind verstummt
Und auch der Vögelein ihr Gesang

Wenn die lauen Wellen am Gestade
Plaudern und gurgeln in die Nacht

Wenn am steilen Berg die Tiere ruhn
Und der Mond wirft sein fahles Licht

Wenn die Fischlein leise Flüstern
Des Käuzlein Ruf im Wald verhallt

Dann wachen die Sterne über uns
Die Abendruh die kehrt nun ein

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 1. Februar 2016

Blütenschein


Blütenschein

Leiser Chorgesang der wandelt hin zu meinem Ich
In die stille Welten meines Seins
Als wär’s ein keuschduftender Blumenstrauß für sich

Milde Blütenpracht, vereint mit viel Liebe im Herzen
Zaubern einen milden Schein
Leuchtend sanft und hell, wie weiße große Kerzen

Kein noch so starkes Flackern und auch kein Windes Hauch
Mögen löschen dieses sanfte Licht
Es erstrahlt aus tiefstem Grunde, süß wie geweihter Rauch

Es schwebt durchs weite blaue Firmament ein feiner Duft
Als wär’s ein lieblich Blütenschein
Ein jubilierend heller Engelsgesang, der nach Liebe ruft

© Hans-Peter Zürcher

Donnerstag, 28. Januar 2016


Abend

Schnell welkt nun der Tag dahin
In stumpfem Glanz ganz leise
Schatten flackern lichtverloren
Die Amsel singt ihre Abendweise

Wind der hechelt in den Zweigen
Über längst vergangene Tage
Verirrte Sonne strahlt durchs Laub
Fern erhellt der Mond ganz wage

So stirbt dann auch der Abend hin
Verliert sich in die laue Nacht
Nur der Mond mit seinem Lichte
Über Menschen im schlafe wacht

© Hans-Peter Zürcher

Dienstag, 26. Januar 2016


Sterne im Schnee

Die Abendstille wird sanft
Von silberhellem Klang erfüllt
Indes durch leise Windesböen
Sich Schneeflocken wirbelnd
In die Winternacht verlieren

Die kleinen Schneekristalle
Ein jeder als ein kleiner Stern
Tanzend leise hin zur Nacht
Hüllen die Welt in stilles Weiß
Die kleinen Flocken aus Schnee

Im letzten Lichte des Tages nun
Erheben sie sich blähend hinan
Gleich kleine leuchtende Segel
Entschwebend zu den Sternen
Ins Dunkel einer kalten Nacht

© Hans-Peter Zürcher

Samstag, 23. Januar 2016

Licht der Seele


Licht der Seele 

Als wären’s kleine Edelsteine 
Die der Rose Glanz verleihen 
Sie erhellt in güldenem Lichte 

Es ist wohl das Licht der Seele 
Das ihr Herz erleuchten lässt 
Umschwebt von süßen Düften 

Allerfeinste Klänge der Liebe 
Erhellen ihr Herzensgrund 
Gereift in Sommers Nächten 

Derweil die Nacht sich leise 
In einen neuen Tag verliert 
Hellt sanft das Licht der Seele 

Von nächtlichem Tau benetzt 
Erfreut sie mit ihrem Glanze 
Die kleine Rose in ihrem Licht 

In die Stille erhellt ein Lächeln 
Den noch müden Morgenglanz 
Im Duett zwei Amseln singen 

Es ist wohl das Licht der Seele 
Das unser Herz erleuchten lässt 
Begleitet von Duft und Klängen 

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 10. Januar 2016


Ein Wintertag

Ein Wintertag so kalt und dumpf
Entfleucht sind Farben der Natur
Nur dumpfe Leere, Grau in Grau.

Die Klänge sind längst ausgehaucht
Kein Vogelgesang, kein sattes Grün
Nur leises wimmern eines Bächlein.

Doch tief in all dieser ruhend  Stille
Keimt es sanft und hoffnungsvoll
Was alsbald Herz und Seel erfreut.

Wenn dann das Grau entschwindet
Beginnt der Frühling sich zu entfalten
Es reifen die Farben, es klingen Düfte.

Doch heute winkt nur ein Wintertag
Kalt und trist in den frühen Morgen
Voller dumpfer Leere, Grau in Grau.

© Hans-Peter Zürcher

Samstag, 14. November 2015

Montag, 19. Oktober 2015

Zeitgedanken


Zeitgedanken

Die Zeit sie flieht dahin
Als wär‘s ein leiser Schatten
Gleich Vögel die weiterzieh‘n
Flügelnd über‘s brache Feld

So kehrt nun langsam Stille ein
Im Nebel verhauchtem Sein
Vage Erinnerungen spielen
Zaubern ein Lächeln ins Gesicht

Wenn Herbstesdüfte weichen
Ein kalter Hauch verfrostet
Rieselt erster Schnee ins Land
Still und klanglos schwebend

Klart dann auf der Himmel
Verführt mit tiefem Blau
Ein Sonnenstrahl erwärmt
Für kurze Zeit uns dann

Lässt lieblich uns träumen
Von milden Frühlingstagen
Herzenswärme und Liebe
Düften und Farbenklang

Die Zeit sie flieht dahin
Als wär‘s ein leiser Schatten
Wie der Vögel Rückkehr
Flügelnd über blühend‘ Feld

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 11. Oktober 2015

Herbstgedanken


Herbstgedanken

Fühlst dich müde und matt
Wie ein herbstlich welkes Blatt
Lass dich treiben und tragen
In des Herbstes milden Tagen

Wärmen durch die milde Sonne
Wohlgefühl und Sein in Wonne
Erfreuen lächelnd später Liebe
Bunte Farben sinnlicher Triebe

Auf milde Tage unverhohlen
Folgen Nächte auf kühlen Sohlen
Umgarnt von feinem Nebelbilde
Küßt nun Frost die herbstlich‘ Milde

So lassen wir uns gerne tragen
An diesen lieblich schönen Tagen
Erfühlen die nahende Winterzeit
Die uns alsbald vom Hier befreit

Nur nicht Heute und nicht Morgen
Viel viel später dann...

Mach dir keine Sorgen

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 20. September 2015


Wo sind sie geblieben

Das Eis der Gletscher schön und Blau
Zierte einst mit ihrem Firn die Alpen
Nun sind die Winter schwach und lau
Die Sommer heiss kaum auszuhalten

Firne schmelzen und werden schwach
Wie Schnee in warmer Frühlingssonne
Die Gletscher einst der Bergwelt Dach
Nur ihre Wasser rauschen mit Wonne

Singen ihre Lieder vergangener Zeiten
Von kühlem ewig Eis so mächtig Blau
Als Gletscher reichten in Tales Weiten
Nun schimmert mancher Berg in Grau

Noch harren einige dieser Wärme Kind
Nur frage ich mich wie lange
Bis auch sie weggeschmolzen sind…


© Hans-Peter Zürcher