Samstag, 11. Mai 2013


An die Nacht

Müde sinkt der Tag dem Abend zu
Gebündelt getragen der Arbeit Last
Ersehnt nun die Nacht mit ihrer Ruh

Noch spielt im Geäst das Tageslicht
Im Klang der lieblich’ Amselgesänge
Derweil der Wind ganz leise spricht

Raben flügeln vom Feld zum Wald
Krächzend ihrem Schlafplatz zu
Auch die Lieder verstummen bald

Wenn nun leise Dunkelheit quillt
Verdrängt sie letztes Tageslicht
Das die Nacht mit ihrer Ruhe stillt

Vorbei die Mühsal für kurze Zeit
Abgelegt die drückend’ Sorgen
Dein Ich von all der Last befreit

Vergänglichkeit nun schlafe sacht
Träume schön bis zum Morgen
Sinke hinein in eine ruhige Nacht

© Hans-Peter Zürcher

Donnerstag, 9. Mai 2013


Zeitgedanken

Zeitgedanken tümpeln
In einen milden Tag
Nur Mücken summen leise
Über dem ruhigen Teich

Sie kreisen wie Gedanken
Über’s laue Wasser hin
Es staunt der kleine Frosch
Ob diesem hektisch Treiben

So träumt er selig nun
In diesen Tag hinein
Lächelt leise vor sich hin
Wie könnt es anders sein

Schnell laufen die Stunden
Rasant die Jahre vergeh’n
Dem Frosch ist das egal
Er träumt nur vor sich hin

Die Mücken die spielen
Über dem Tümpel ihr Spiel
Als wären’s Zeitgedanken
Versummt verspielt dahin

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 5. Mai 2013


Einsame Gedanken

Einsamkeit begleitet
Mit dumpfem Klang
Gedanken verwebend
Der Seele Gesang

Zeitlos vergoren
Ein unendlich Lied
Gleich einem Quell
Der niemals versiegt

Einsame Gedanken
Die leise verblassen
Entschweben ins Licht
Aus dem Leben entlassen

Doch das Lied geht weiter
Verformt ohne Zagen
Zieht es durchs Land
Von leisem Wind Getragen

© Hans-Peter Zürcher

Freitag, 3. Mai 2013

 

Sehnsucht

Gedanken verspinnen sich
Mit einer Melodie
Die das Herz geschrieben

Voller stiller Sehnsucht
Singen ihre Klänge
In ach so feiner Harmonie

Wie Sommervögel schwebend
In lauem Abendwinde
Als stille Sehnsuchtsmelodien

Derweil erste Sterne glitzern
Singt noch die Amsel leise
Ihr ach so süßes Liebeslied

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 29. April 2013


An den Mai

Ein sanfter Regen durch die Nacht
Hat sie still zum Leuchten gebracht

Wie Tränen voller Sehnsucht leise
Zieren sie die Natur auf ihre Weise

Als wär’s ein Kuss von jedem Tropfen
Der lässt so manch Herzchen klopfen

Voller Sehnsucht ganz tief hinein
Singen die Perlen gross und klein

Betörend mit verführerischen Noten
Verbreiten sie Klänge als Liebesboten

Voller Hoffnung und Zärtlichkeiten
Wollen sie durch den Mai begleiten

Perlen so schön und glänzend fein
Ja, das kann doch nur die Liebe sein

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 28. April 2013


Von Liebe und Güte

Ein zartes Band von Güte
Umspannt mein weinend Herz
Als ob eine duftend Blüte
Es erlöst von seinem Schmerz

Am Baume erwachen Triebe
Schweben hinaus ins Land
Leise singend von Liebe
Flechtend ein zartes Band

Ein zartes Band von Liebe
Umspannt so nun mein Herz
Durch eine duftende Blüte
Befreit von all dem Schmerz

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 14. April 2013


Buddha

In lichter Stille geboren
Versunken in Meditation

Ein Lächeln auf den Lippen
In sich gekehrt sein Blick

Geboren werden war sein Ziel
Im Sein verharrt in Liebe

Einen Augenblick verharren
Bevor die Reise weiter geht

Schwebend der Zeit entronnen
Dem Entwerden zugewandt

Um endlich in Unendlichkeit
In neues Leben zu verwandeln

© Hans-Peter Zürcher

Mittwoch, 10. April 2013


Wintertag im Tessin

Wenn lichte Nebel über die Monti ziehen
Derweil der Nordwind die Natur zerzaust

Die Düfte frisch, die Luft so klar und rein
Schäumend über den See sich Wellen jagen

Möwen spielend mit Geschrei im Wind
Stille, an den Gestaden nur Wellengesang

Im Tale erste Kamelien und Rosen blühen
Die Höhen und Berge noch tief verschneit

Der Sonne milder Strahl jedoch ...
Den werdenden Frühling lässt erahnen

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 7. April 2013



Ungeduld

Frostig erklingt die Einsamkeit
Verliert sich in unendliche Leere

Leise schreitet die Zeit voran
Laut ist nur die Ungeduld

Dessen Echo sich verwirft
In unhörbare Klanggebilde

Doch diese Einsamkeit wird
Von Unsichtbarem eingeholt

Wenn die Natur zu blühen beginnt
Und die Leere sich mit Leben füllt

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 31. März 2013


Lobgesang

Aus lichtem Weiss
Wird in Stille geboren
Was sich im Grün verliert

Süße Düfte locken
Hell die Farben singen
Lieblich der Natur Klang

Ein leises Lächeln
Veredelt unser Dasein
Lässt Seelen freudig atmen

Frühling ist’s
Ein einzig Lobgesang
Erklingt aus nah und fern

© Hans-Peter Zürcher

Donnerstag, 7. März 2013


Lichtklänge

Tausend Lichter spielen Klänge
Verwoben mit dem Schattenspiel
Quellen sanft und ohne Zwänge

Wiegend und tanzende Träume
Von leichtem Winde getrieben
Hoch oben im Laub der Bäume

In hellem Grün auf kahlem Ast
Spriessen der Klänge Gesang
Vom Leben getrieben als Gast

Ein Spiel durch Raum und Zeit
Diese Lieder der Frühlingstage
Bis sie von leiser Nacht befreit

Im dumpfen Lichte der Nacht
Singt nur noch ein leiser Wind
Bis dann der Morgen erwacht

© Hans-Peter Zürcher

Freitag, 22. Februar 2013


Tageszeiten

Nacht
Dumpfe Töne hasten durch dunkle Nacht
Mond und Sterne flüstern leise vor sich hin
Rein und keusch die Ruhe über allem wacht

Morgen
Hell erklingt der junge Morgen in den Tag
Die Sonne steigt über den fernen Horizont
 Derweil die Nacht in Schlaf sich legen mag

Nachmittag
Hektische Laute über dem Tagwerk liegen
Flimmerndes Licht singt in den Nachmittag
Lässt Blätter im leichten Wind sich wiegen

Abend
Zart Klänge hüllen leise nun den Abend ein
Vergessen sind des Tages Sturm und Drang
Besinnlichkeit soll des Tages Abschied sein

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 17. Februar 2013


Bildergeschichten

Bilder wandeln sich
in fantastische
kleine Geschichten,

dessen Vergänglichkeit
mit der Zeit auflebt

und so zu Erinnerungen
geformt werden,
die anhaltend bleiben...

© Hans-Peter Zürcher

Freitag, 15. Februar 2013


Auf den Frühling

Längst sind sie verklungen
Noch leer die Kinderstuben
Der Amselgesang zersungen

Was jetzt noch kalt gefroren
 Unterm Schnee sich leise regt
Wird in Bälde schon geboren

Wandelnd mit hellem Klang
Mit all seinen satten Farben
Und lieblichem Vogelgesang

Erwachet zu neuem Leben
Strömt hinaus ins weite Land
Birgt in sich Liebe und Segen

Voller mildem Sonnenschein
Lädt er zum Fest und Tanze
Bei einem Gläschen Wein

 Belebt sind Feld und Wald
Auch in Hecken tut sich was
Es knospet was blühet bald

Gurgelnd flüstert’s im Bache
Singend die Wiesen duften
Kalif der Storch hält Wache

Fein duftende Blüten zieren
So erfreut sich jung und alt
Diesem Frühlingsjubilieren

© Hans-Peter Zürcher

Mittwoch, 13. Februar 2013


Spaziergang

Wenn ich durch die Zeiten wandle
Über schneebedeckte Wege
Winken mir weißgewandte Äste zu

Freundlich nickend grüßen sie
Bewerfen mich verschämt
Mit einem Schäumchen Schnee

Als wären’s weiße Tüchlein
Die sie mir zum Gruße senden
Leicht schweben sie dahin

Mein Geschenk ist ein Lächeln
Das sie sehr wohl versteh’n
Und erfreu mich ihrer Neckerei

Oft war’s so in jungen Jahren
Wenn Mädchen einem grüßten
Oder gar ein Blümchen warfen

Mein Geschenk war ein Lächeln
Das sie sehr wohl verstanden
Und erfreute mich ihrer Neckerei

Nun im Alter schenke ich gerne
In der Hoffnung auf einen Kuss
Meinem Mädel ein fein Röselein

Ihr Geschenk das ist ein Lächeln
Dazu ein Küsschen lieb und fein
Ja so erfreut mich ihre Neckerei

Gerne wandle ich durch Zeiten
Erfreue mich an jedem Lächeln
Das ich sehr gerne weiter schenk

© Hans-Peter Zürcher

Dienstag, 5. Februar 2013


Winternacht

Grau zerfleddert sich der Abend
In der Weite verstummt sein Ruf

Zerstorben ist des Tages Licht
Erloschen sind getönte Farben
Die eben noch den Tag erhellt

Ruhe wandelt seufzend sich in Stille
Verblasset sind all der Farben Klang
Die dumpf im Schnee erklungen

Leise rieselt Mondenschein
Haucht frostig in die Nacht
Vereist sind Flur und Felder

Sterne singen am Firmament
Nur in der Ferne bellt ein Hund

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 28. Januar 2013


Zeitgedanken

Die Zeit sie tröpfelt leise dahin
In den Tag und in die Jahre
Oft fragte ich nach ihrem Sinn

Nun in meinen gereiften Jahren
Lass ich die Zeit sich selber sein
Höre auf zu suchen und zu fragen

Gern lass ich meine Jugend klingen
Rückgedanken leben auf
Wenn in mir die alten Lieder singen

Auch wenn im Herbst die Tage trüben
Hör ich des Frühlings süße Klänge
Auf der Brücke von hier nach drüben

Noch sind die Tage mild und fein
Auch wenn die Tropfen lauter klingen
Durch unsere Zeit und unser Sein

So tröpfelt weiter die Zeit dahin
Gewandelt in eine leuchtend Blume
Ja nun versteh ich ihren wahren Sinn

Ist auch der Winter nicht mehr fern
Deckt zu mit seinem weißen Leinen
Was gereift im Licht des Abendstern

© Hans-Peter Zürcher