Sonntag, 10. April 2016

Eile


Eile

Hektisch erklingt die Eile
Verliert sich in weitem Raum

Wiederkehrend in Monotonie
Gleich der Zeiger einer Uhr

In Eile schreitet die Zeit voran
Hektisch ist ihre Ungeduld

Dessen Echo sich leise verwirft
In ein feinstes Klanggebilde

So wandelt sich Eile in Ruhe
In sich gekehrt und fern der Zeit

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 7. März 2016

An die Rose


An die Rose

Ein Lichtblick für Herz und Seele
Ist eine wunderschön leuchtende Rose.
Mit Tautropfen der Liebe benetzt
Glitzert und funkelt sie in die Welt.

Selbst in der Nacht leuchtet sie
Im Lichtermeer von Mond und Sterne.
Selbst dann wenn der Himmel
Mit Wolken bedeckt ist und weint.

Sollten einmal all die Lichter
Auf dieser Welt ausgelöscht sein
Und Herz und Seele schmerzen…

Ja! selbst dann erstrahlt diese Rose
Im Glanz meiner tränenden Augen.
Als ein hoffnungsvoller Lichtblick
Schenkt sie ein Lächeln im Dunkeln.

© Hans-Peter Zürcher

Mittwoch, 24. Februar 2016

Regentropfen


Regentropfen

Wenn Regentropfen leise tanzen
Beginnen die Blumen zu weinen

Ihre Tränen berühren unser Herz
Mit einem zarten Hauch von Freude

Erste Sonnenstrahlen spielen leise
Sie verleihen diesen Tränen Glanz

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 14. Februar 2016

An die Rose


An die Rose

Das Leuchten dieser Rose
sind Deine Augen
Die Zartheit dieser Rose
ist Dein Herz
Der Kern dieser Rose
ist Deine Liebe

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 7. Februar 2016

Abendruh


Abendruh

Wenn das letzte Schiff im Hafen ist
Und das Licht dem Schatten weicht

Wenn Schleier über Bergesflanken
Sanft sich legen dann geschwind

Wenn die Glocken sind verstummt
Und auch der Vögelein ihr Gesang

Wenn die lauen Wellen am Gestade
Plaudern und gurgeln in die Nacht

Wenn am steilen Berg die Tiere ruhn
Und der Mond wirft sein fahles Licht

Wenn die Fischlein leise Flüstern
Des Käuzlein Ruf im Wald verhallt

Dann wachen die Sterne über uns
Die Abendruh die kehrt nun ein

© Hans-Peter Zürcher

Montag, 1. Februar 2016

Blütenschein


Blütenschein

Leiser Chorgesang der wandelt hin zu meinem Ich
In die stille Welten meines Seins
Als wär’s ein keuschduftender Blumenstrauß für sich

Milde Blütenpracht, vereint mit viel Liebe im Herzen
Zaubern einen milden Schein
Leuchtend sanft und hell, wie weiße große Kerzen

Kein noch so starkes Flackern und auch kein Windes Hauch
Mögen löschen dieses sanfte Licht
Es erstrahlt aus tiefstem Grunde, süß wie geweihter Rauch

Es schwebt durchs weite blaue Firmament ein feiner Duft
Als wär’s ein lieblich Blütenschein
Ein jubilierend heller Engelsgesang, der nach Liebe ruft

© Hans-Peter Zürcher

Donnerstag, 28. Januar 2016


Abend

Schnell welkt nun der Tag dahin
In stumpfem Glanz ganz leise
Schatten flackern lichtverloren
Die Amsel singt ihre Abendweise

Wind der hechelt in den Zweigen
Über längst vergangene Tage
Verirrte Sonne strahlt durchs Laub
Fern erhellt der Mond ganz wage

So stirbt dann auch der Abend hin
Verliert sich in die laue Nacht
Nur der Mond mit seinem Lichte
Über Menschen im schlafe wacht

© Hans-Peter Zürcher

Dienstag, 26. Januar 2016


Sterne im Schnee

Die Abendstille wird sanft
Von silberhellem Klang erfüllt
Indes durch leise Windesböen
Sich Schneeflocken wirbelnd
In die Winternacht verlieren

Die kleinen Schneekristalle
Ein jeder als ein kleiner Stern
Tanzend leise hin zur Nacht
Hüllen die Welt in stilles Weiß
Die kleinen Flocken aus Schnee

Im letzten Lichte des Tages nun
Erheben sie sich blähend hinan
Gleich kleine leuchtende Segel
Entschwebend zu den Sternen
Ins Dunkel einer kalten Nacht

© Hans-Peter Zürcher

Samstag, 23. Januar 2016

Licht der Seele


Licht der Seele 

Als wären’s kleine Edelsteine 
Die der Rose Glanz verleihen 
Sie erhellt in güldenem Lichte 

Es ist wohl das Licht der Seele 
Das ihr Herz erleuchten lässt 
Umschwebt von süßen Düften 

Allerfeinste Klänge der Liebe 
Erhellen ihr Herzensgrund 
Gereift in Sommers Nächten 

Derweil die Nacht sich leise 
In einen neuen Tag verliert 
Hellt sanft das Licht der Seele 

Von nächtlichem Tau benetzt 
Erfreut sie mit ihrem Glanze 
Die kleine Rose in ihrem Licht 

In die Stille erhellt ein Lächeln 
Den noch müden Morgenglanz 
Im Duett zwei Amseln singen 

Es ist wohl das Licht der Seele 
Das unser Herz erleuchten lässt 
Begleitet von Duft und Klängen 

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 10. Januar 2016


Ein Wintertag

Ein Wintertag so kalt und dumpf
Entfleucht sind Farben der Natur
Nur dumpfe Leere, Grau in Grau.

Die Klänge sind längst ausgehaucht
Kein Vogelgesang, kein sattes Grün
Nur leises wimmern eines Bächlein.

Doch tief in all dieser ruhend  Stille
Keimt es sanft und hoffnungsvoll
Was alsbald Herz und Seel erfreut.

Wenn dann das Grau entschwindet
Beginnt der Frühling sich zu entfalten
Es reifen die Farben, es klingen Düfte.

Doch heute winkt nur ein Wintertag
Kalt und trist in den frühen Morgen
Voller dumpfer Leere, Grau in Grau.

© Hans-Peter Zürcher